Venenklinik Bellevue

Krampfadern

Krampfadern

Krampfadern (Varizen) lassen sich anhand ihres Erscheinungsbildes in Besenreiser, retikuläre Varizen und Stamm- resp. Seitenastvarizen aufteilen. Nicht alle diese Spielarten, welche unter dem Begriff Krampfadern zusammengefasst sind, haben eine medizinische Relevanz. Medizinisch bedeutungsvoll sind jene Venen, welche aufgrund eines strukturellen Schadens ihrer ureigenen Funktion – nämlich des Bluttransportes zurück zum Herzen - nicht mehr nachkommen. Dies führt zu Störungen des Blutkreislaufes und zu Veränderungen an Geweben wie Haut, Unterhaut und Muskelhaut.
Demgegenüber sind Besenreiser und retikuläre Varizen eine kosmetisch störende Erscheinung, deren Behandlung aus medizinischer Sicht nicht notwendig ist.


Sind Varizen eine harmlose Laune der Natur?

Ist man früher davon ausgegangen, dass eine isolierte Fehlfunktion des oberflächlichen Venensystems nicht zu schweren Hautveränderungen führt, weiss man heute, dass bei knapp 50% der Patienten mit einem offenen Bein Krampfadern die hauptsächliche Ursache sind. Diese Erkenntnis hat zu einer engeren Indikationsstellung zur Behandlung von Krampfadern geführt.
Auch akute Komplikationen aufgrund von Krampfadern rechtfertigen eine Behandlung der Varikosis. Erwähnenswert sind oberflächliche Venenentzündungen (=oberflächliche Thrombosen), sogenannte Thrombophlebitiden, und Varizenblutungen, welche zu erheblichem Blutverlust führen können.


(Be)handeln oder warten?

Wenn die Diagnose einer Krampfadererkrankung gestellt ist, gibt es keinen guten Grund mit einer Behandlung zuzuwarten. Die Veränderungen der Venen und deren Folgen nehmen mit zunehmender Dauer zu. Krampfadern verhalten sich lange Zeit asymptomatisch, allenfalls treten unspezifische Symptome wie Juckreiz, schwere Beine, Druckgefühl, nächtliche Krämpfe und unruhige Beine auf.

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